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Geschichte

Foto: DRK OV Bretzfeld

 

 

Ob es die Ereignisse des 2.Weltkrieges oder andere Umstände waren, die den Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Bitzfeld, OttoWender sen. dazu bewogen haben, sich im Roten Kreuz zu engagieren kann nicht mehr festgestellt werden. Er aber war es, der im Jahre 1956 beider Kreisgeschäftsstelle des DRK in Öhringen vorstellig wurde und um Durchführung eines Erste-Hilfe-Kurs in Bitzfeld bat. 8 Teilnehmer dieses Kurses haben sich daraufhin entschlossen in Bitzfeld einen eigenen DRK-Ortsverein zu gründen. Dies waren: Elfriede Schwenzer, Margret Wolf, Otto Wender jun., Rolf Eckert, Fritz Bozenhardt, Karl Kämmler, Rolf Waldbüßer und Eugen Wirth. Die Gründungsversammlung fand am18.05.1957 statt. Neben den 8Kameradinnen und Kameraden haben sich spontan 52 Personen bereiterklärt, dem Roten Kreuz als Fördermitglieder beizutreten und die Arbeit finanziell zu unterstützen. Die ersten Jahre bestand die Rot-Kreuz-Arbeit im sanitätsdienstlichen Einsatz auf örtlicher und überörtlicher Ebene bei sportlichen Veranstaltungen. Weiter wurde übereinen Zeitraum von 10 Jahren jährlich eine Altenfeier in Bitzfeld durchgeführt. Das hohe Engagement der Helferinnen und Helfer wird auch dadurch belegt, dass bereits im Jahre 1957 im Hause Wender eine Unfallmeldestelleeingerichtet wurde und dort bis in die80iger Jahre bestand. Ebenso hatte die Bereitschaft schon 1958 einen eigenen Erste-Hilfe-Ausbilder in ihren Reihen und verschiedene Helfer waren vor allem an Wochenendeehrenamtlich im Krankentransporttätig. Die Aufgabe des Blutspendedienstes wurde ab 1959 in der Weiseunterstützt, dass zu den Spendeterminen Busfahrten von Bitzfeld aus organisiert und die Spender nach Öhringen und wieder zurück gebracht wurden. Seit 1969 finden zweimal jährlich Blutspendetermin ein Bretzfeld statt. Ende der 60iger Jahre traten dann auch Kameradinnen und Kameradenauch aus den anderen Ortsteilen der heutigen Gemeinde Bretzfeld dem Ortsverein bei. In diesen Jahren kam dann auch die Zeit der Volksläufe und Wandertage. Der TSV Bitzfeld war hier der erste Verein im Hohenlohekreis welcher derartige Veranstaltungen durchführte. Der seinerzeit hohe personelle Aufwand von 70 bis 80 Helferinnen und Helfern sowie 4 Ärzten konnte die Bereitschaft nur dank der Unterstützung der Nachbarortsvereineabdecken. Der Aufbau des Katastrophenschutzes und die Ernennung von Otto Wendersen. zum Katastrophenschutzbeauftragten des Kreisvereins Öhringen hatte zur Folge, dass über Jahre hinweg in Bitzfeld ein Katastrophenschutzfahrzeug untergebracht war, betreut, gepflegt und gewartet werden musste. Aufbau und Einsatzfähigkeit der Katastrophenschutzeinheit brachten es mit sich, dass die nach § 8 Abs. 2Katastrophenschutzgesetz vom Wehrdienst freigestellten Kameradeninsbesondere am Wochenendeehrenamtlich im Rettungsdienst und Krankentransport tätig sein mussten. Bis Mitte der 80iger Jahre waren dies überwiegend Kameraden aus dem Ortsverein Bitzfeld die hier beteiligt waren. Seit 1972 werden vom Ortsverein Papiersammlungen durchgeführt .Zuerst zweimal und heute sechsmaljährlich werden auf diese Weise die finanziellen Mittel beschafft die für die Aufgabenerfüllung notwendig sind .Um die Jugendlichen bemüht sich das Jugendrotkreuz seit 1975 in der Gemeinde. Mit 85 Mitgliedern konnte man 1978 den Höchststand vorweisen. Dank engagierter Jugendbetreuer kann seit über 30 Jahren auch fast lückenlosauf eine gute Jugendarbeit zurück geblickt werden. Höhepunkte der Arbeit des Jugendrotkreuzes waren eine Sammlung für die Erdbebenopfer in der Türkei im Jahre 1977, die Livesendung des Südwestfunks „Pop-Shop-Unterwegs“ und zwei Musikveranstaltungen mit der „Beatles-Revival-Band“. Neben den Sanitätsdienstlichen Aufgaben haben sich die Helferinnen und Helfer in den 80iger Jahren auch als wahre Handwerker und Baumeisterausgezeichnet. In zweijähriger Umbauzeit wurden die Diensträume im alten Rathaus in Bitzfeld überwiegend in Eigenleistung renoviert. Hierbei wurden über 2.000 Stunden geleistet. Der Eigenanteil, den der Ortsverein aufzubringen hatte, betrug 20.000 DM. Nach knapp zweijähriger Bauzeitkonnte am 12.06.1988 der Garagenneubau beim ehemaligen Bitzfelder Milch- und Backhauseingeweiht werden. Dieser ausschließlich in Eigenleistung erstellte Neubau forderte von den Kameraden über 1.500 Stunden und belastete die Ortsvereinskasse erneut mit 50.000DM. Beide Domizile benötigte der Ortsverein für Fahrzeuge und Material sowie als Dienstraum für die Aus-,Fort- und Weiterbildung. Neben den Veränderungen im Aufgaben- und Einsatzbereich haben sich auch die Helfer- und Einsatzzahlen verändert. Aus den 8 Aktiven im Gründungsjahr stehen heute ca. 35 Helfer und Helferinnen zur Verfügung. Die Zahl von 300 Einsatzstunden hat sich auf ca. 3000 Stunden im Jahr erhöht. Die Zahl der Mitglieder die das Rote Kreuz mit einem jährlichen finanziellen Beitrag unterstützen, hat von 52 auf 1.000 zugenommen.